|
Erlebnisbericht zu den 34. Europäischen Forstlichen Skimeisterschaften
Puh, schon ist wieder Alltag in Thüringen und was bleibt von der Zeit in Ramsau, wo die diesjährigen EFNS (Europäischen , Forstlichen, Nordischen Skimeisterschaften) stattfanden, sind die schönen Erinnerungen, ein gesunde Gesichtsfarbe und ein paar kleine Wermouthstropfen.
Voller Spannung und Vorfreude ging es am Samstag, den 03.03.2002 los ins lange erwartete Vergnügen. Wie bereits im letzten Jahr chauffierte uns der Rhönsegler sicher ans Ziel, dieses Mal ins benachbarte Österreich. An dieser Stelle ein großes Lob an Fredy, unseren skilaufenden Busfahrer – er fuhr mit dem Bus sogar dorthin, wo sich noch nie zuvor ein solches Gefährt hinwagte. Zur Belohnung gab es dann auch einen gratis Zirbenschnaps von der Wirtin.
Am Sonntag ging es erstmals –noch verhalten- zur Sache. Angesagt war eine Hüttentour auf Brettern. Es war ein Trainingstag wie er im Buche stand; mit Sonne und gespurten Loipen von der Haustür bis zu einem Dutzend Hütten in der näheren und weiteren Umgebung. Wer angesichts der Anstrengung des Aufstiegs noch einen Blick für Wald und Landschaft übrig hatte, bekam eine Vorahnung von dem, was sich bei einigen Exkursionen in den nächsten Tagen bestätigen sollte. Die Bewirtschaftung der Wälder mittels kostenoptimierter Seilkrantechnologie und die intensive touristische Nutzung des Landstriches waren zum Teil deutlich sichtbar.
Montag und Donnerstag waren Exkursionstage. Hier konnte man wahlweise einiges über die Bundesforst AG in Österreich, die Bauernwaldbewirtschaftung oder die Großprivatwaldbewirtschaftung erfahren. Eine weitere, allgemein sehr begehrte und wintersportlich orientierte Exkursion führte auf den Dachsteingletscher. Und an den restlichen Tagen? Tja, da waren „hartes“ Training, Wettkampf und das Sammeln von Wachserfahrungen angesagt.
Die Thüringer Truppe, gut gelaunt, lustig und ehrgeizig wie eigentlich immer, forderte die Eliten heraus und rang tapfer um Siege und Plätze. Einige kämpften um Medaillen, andere um ihre persönliche Bestzeit. Alle kamen gesund ins Ziel, Sportfreundin Dagmar Lingmann sogar als Dritte ihrer Altersklasse, Herzlichen Glückwunsch! Und denen, die keinen Pokal mit nach Hause nehmen konnten, blieben die leichte Schürfblessuren, Blasen an den Füßen oder wenigstens der Muskelkater als zugegeben wenig dauerhafte Erinnerung.
Schlossen uns das Flair der Berglandschaft und die liebe Sonne in ihren Bann, so gab es leider ein paar weniger sportliche Hürden, die wir nehmen mussten. Die 4 Pensionen in denen die Mannschaft untergebracht war, lagen bis zu 17 km auseinander und der mit viel Vorfreude erwartete offizielle Abschlussabend erwies sich als eine teure kulinarische Enttäuschung. Die Entfernungshürde meisterte unser Rhönsegler mit viel Verständnis und der leicht verpatzte Abschlussabend wurde durch einen selbstorganisierten steirischen Abend, mit musikalischer Begleitung durch den hiesigen Briefträger, zum Teil wieder gut gemacht.
Sonntags hieß es dann Adieu sagen! Müde aber glücklich wurden wir wohlbehalten nach Hause gebracht. Was allen Teilnehmern bleibt, sind viele schöne Erinnerungen an Erlebnisse und Begegnungen.
|